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Schulpflicht / Bildungszugang für junge Erwachsene

Schulpflicht für Kinder

Die Schulpflicht besteht auch für Kinder von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern und alleinstehende Kinder und Jugendliche, die einen Asylantrag gestellt haben, sobald sie einer Gemeinde zugewiesen sind und solange ihr Aufenthalt gestattet ist. Die Schulpflicht wird von dem Schulträger überwacht.

Die Schulpflicht umfasst in der Primarstufe und in der Sekundarstufe I die Pflicht zum Besuch einer Vollzeitschule (Vollzeitschulpflicht) und in der Sekundarstufe II die Pflicht zum Besuch der Berufsschule oder eines anderen Bildungsgangs des Berufskollegs.

Das Schulverwaltungsamt schreibt die Eltern der Kinder an, deren Kinder im schulpflichtigen Alter in Düsseldorf neu angemeldet wurden (Amt für Einwohnerwesen). Die Schulpflicht beinhaltet das Recht auf Bildung und Integration. Ziele sind das Erlernen und Beherrschen der deutschen Sprache und damit eine schnellstmögliche Eingliederung in die Regelklassen.

Beratung und Begleitung von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen an Düsseldorfer Schulen:
https://www.duesseldorf.de/schulen/themen-von-a-z/kommunales-integrationszentrum-ki-duesseldorf.html

(Aus-)Bildungszugang für junge Erwachsene mit BvB-, BaE-, abH- und EQ-Maßnahmen

Da die Berufskollegs überfüllt sind, sollen künftig nur noch schulpflichtige Jugendliche aufgenommen werden. Die meisten Geflüchteten sind junge Männer über 18 Jahre. Vorgesehen ist, dass die volljährigen und damit nicht mehr schulpflichtigen SchülerInnen künftig nicht mehr in Berufskollegs, sondern im Anschluss an einen Integrationskurs (der nur für Geflüchtete mit Bleibeperspektive in Betracht kommt) in Maßnahmen der Berufsvorbereitung (BvB-Maßnahmen, Einstiegsqualifizierung etc.) aufgenommen und gefördert werden.

Ab dem 1. Januar 2016 sind die Wartezeiten für die Teilnahme an
Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB),
Berufsausbildungen in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) und
ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH)
für bestimmte Personengruppen von vier Jahren auf 15 Monate verkürzt worden.

Junge Erwachsene, die an einer BvB-Maßnahme teilnehmen, können auch dann in ein Berufskolleg aufgenommen werden, wenn sie nicht mehr schulpflichtig in der Sekundarstufe II sind. Die Aufnahme erfolgt in den Bildungsgang der Ausbildungsvorbereitung Teilzeit.
Diese Jugendlichen können nach einer dreimonatigen Verweildauer an einer
Einstiegsqualifizierung (EQ >>> Checkliste)
der Bundesagentur für Arbeit teilnehmen. Sie können damit in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten Teile eines Ausbildungsberufes oder eines Betriebes kennenlernen und am Berufsschulunterricht der Fachklassen teilnehmen. Anschließend kann ein Übergang in die duale Ausbildung erfolgen.

Junge Erwachsene, die aufgrund ihrer Teilnahme an einer Einstiegsqualifizierung zum Besuch eines Berufskollegs berechtigt sind, erhalten in den Fachklassen des dualen Systems eine zusätzliche Förderung, z. B. im sprachlichen Bereich. Falls die Betriebe zustimmen, können auch mehr Unterrichtsstunden angeboten werden. In diesem Fall erhalten die Berufskollegs auch mehr Lehrerstellen für diesen zusätzlichen Unterricht.

Die Maßnahmen gelten nicht als Praktika oder Beschäftigung und müssen daher nicht dem Ausländeramt gemeldet oder von diesem genehmigt werden.