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Ministerbesuch bei FWiD

Integrationsminister Dr. Joachim Stamp zu Besuch bei Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf e.V.

(Text, Bild und Video übernommen aus: NDOZ, 17.12.2017, vielen Dank an Jo Achim Geschke)

Integrationsminister Joachim Stamp diskutierte mit Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf

NRW-Integrationsminister Dr. Joachim Stamp (Foto, 4. von re.) kam zu „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf“ (FWiD) und diskutierte über eine Stunde lang mit den ehrenamtlichen Helfern über Themen wie Abschiebung, Wohnungssuche, Ausbildung und mehr. Begleitet wurde er u.a.vom Düsseldorfer FDP-MdL Rainer Matheisen, der den Besuch vermittelt hatte. Im Video fassen Vereinsvorsitzende Hildegard Düsing-Krems und andere einige Knackpunkte der Diskussion zusammen. Nach mehr als einer Stunde Diskussion verabschiedete sich NRW-Integrationsminister Dr. Joachim Stamp am Mittwochabend, 13. Dezember, mit der Versicherung, man bleibe im Kontakt. Presse war während des Gesprächs nicht eingeladen, um laut FWID die Diskussion sehr offen halten zu können. Die Diskussion lief im Welcome Center von FWiD in der Heinz-Schmöle-Straße 7.

Das Video mit Interviews über die Knackpunkte der Diskussion mit dem Minister

Der Verein „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf“ (FWiD) hat seit jetzt drei Jahren mit seinen vielen ehrenamtlichen Helfern und seiner Vernetzung der Hilfen sehr viel bewegt. Der Welcome Center an der Heinz-Schmöle-Straße 7 ist Anlaufpunkt für viele Geflüchtete, die Beratung und Hilfe suchen. Die Arbeit des Vereins wie Beratung, Spracherwerb, Bewerbungstraining, Job -und Wohnungssuche wird ausschließlich über Spenden finanziert. Die fließen allerdings nicht mehr wie benötigt. Die Vorsitzende von Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf Hildegard Düsing-Krems ruft daher zu Spenden auf, was wir ausnahmsweise auch weitergeben:

Kontoname: Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf e.V.
IBAN: DE 48 3005 0110 1007 7908 41
Bitte Stichwort: "Spende" angeben.
Eine Spendenquittung (ab 100 €) bei Angabe von Mailadresse oder Name/Anschrift im Verwendungszweck.

Facebook: https://www.facebook.com/WillkommenInDuesseldorf/?hc_ref=ARRBexTKOn0CnIk...

Presseerklärung von FWiD zum Besuch von Minister Stamp im Welcome Center am 13.12.2017

Düsseldorf, 18.12.2017
 

Sehr geehrte Damen und Herren von den Medien in Düsseldorf,

wir möchten Sie gerne wie angekündigt informieren über das Ergebnis des Besuches des Integrationsministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Joachim Stamp, im Welcome Center von "Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf e.V." in der Heinz-Schmöle-Straße 7:

Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Dr. Joachim Stamp hat in dieser Woche das Welcome Center in der Heinz-Schmöle-Straße besucht und sich über die Arbeit dort informiert. Begrüßt wurde er von der Vorsitzenden des Vereins "Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf" (FWiD), Hildegard Düsing-Krems, der das Informations- und Beratungszentrum betreibt. Weitere Gesprächspartner waren das Team des Welcome Center, der Vorstand von FWiD und ehrenamtliche Flüchtlingshelferinnen und Flüchtlingshelfer.

Minister Dr. Stamp zeigte sich beeindruckt durch die Arbeit im Welcome Center und durch die Vielfalt von Themen und Problemstellungen, die der Verein bearbeitet. Wörtlich erklärte er: „Das Welcome Center bietet mit seinem Angebot eine wichtige Hilfestellung für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Die Beratung zu Aspekten wie Kita, Gesundheitssystem und Wohnungssuche wird ergänzt um die Themen Internet Profiling, Asyl oder auch Rechte der LSTBI*-Community. Das Welcome Center setzt einen wichtigen Impuls für die Integration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte.“

Die Gesprächsteilnehmerinnen und Gesprächsteilnehmer aus der Flüchtlingshilfe in Düsseldorf nutzen die Gelegenheit des Besuchs des Ministers, um wichtige aktuelle Fragestellungen der Integration in Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen anzusprechen. Hildegard Düsing-Krems sprach den aus ihrer Sicht drängendsten Punkt an: "In einer Stadt wie Düsseldorf ist es praktisch unmöglich, bezahlbaren Wohnraum für Flüchtlinge zu finden, die deshalb nach ihrer Anerkennung weiter in den Unterkünften bleiben müssen. Hier muss etwas an der Wohnsitzauflage verändert werden, damit wir auch Wohnungen in den umliegenden Kreisen und Städten vermitteln können."

Weitere zentrale Themen des Gespräches waren allgemein der Abbau von Integrationsbarrieren, die Abschiebungspraxis nach Afghanistan sowie Probleme von Flüchtlingen beim Zugang zu Integrationskursen und Ausbildungsplätzen. Minister Stamp kündigte in diesem Zusammenhang an, sein Ministerium zu einem "Chancenministerium" auszubauen. Bis zu einer erneuten Bewertung der Sicherheitslage in Afghanistan werden vorerst nur Gefährder und Straftäter nach sorgfältiger Einzelfallprüfung zurückgeführt. Seine Gesprächspartner betonten die Notwendigkeit, diese klare Position in die Gruppe der afghanischen Flüchtlinge zu kommunizieren und den Menschen mit längerer Bleibeperspektive Zugang zu Sprach- und Integrationskursen und zu Ausbildungsplätzen zu eröffnen.

Für eine Berichterstattung in Ihrem Medium darf ich mich jetzt schon bedanken. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Hildegard Düsing-Krems
Vorstandsvorsitzende
Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf e.V.

 

Zum Hintergrund:

"Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf e.V." ist ein gemeinnütziger Verein, der seit 2014 über eine Homepage und bei Facebook Hilfe für Flüchtlinge in Düsseldorf koordiniert und ehrenamtliche Flüchtlingshelferinnen und Flüchtlingshelfer unterstützt, berät und schult. Seit Januar 2016 betreibt FWiD das Welcome Center hinter dem Bahnhof, das ausschließlich über Spenden finanziert wird. Hier finden werktäglich Beratungen statt - allgemeine Beratung für Flüchtlinge und spezielle Beratung zu den Fragen Spracherwerb, Job- und Wohnungssuche und Bewerbungstraining. Außerdem beraten Düsseldorfer Rechtsanwälte und die von Studierenden der Heinrich-Heine-Universität getragene Refugee-Law-Clinic ehrenamtlich und kostenlos Geflohene in asylrechtlichen Fragen. Zu den Terminen der allgemeinen Beratung kommen in der Regel zwischen 40 und 80 Ratsuchende. Die Arbeit im Welcome Center wird getragen von einer hauptamtlichen Stelle, die im Wesentlichen von den Schmitz-Stiftungen finanziert wird, vom Vereinsvorstand und von einer großen Zahl von Ehrenamtlichen.